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Mitteldeutsches Braunkohlenrevier 1990 – 2016

Mitteldeutsches Braunkohlenrevier 1990 – 2016
1990

Juli
Gründung der Vereinigten Mitteldeutschen Braunkohlenwerke AG aus dem BKK Bitterfeld mit sieben Werksdirektionen.

1991

Mai
Gründung der MBS (Mitteldeutsche Braunkohle Strukturförderungsgesellschaft).

November
Zusammenfassung der MIBRAG AG zu drei Werksdirektionen.
Gründung der Anhaltinischen Braunkohlensanierungsgesellschaft (ABS) am Standort Bitterfeld

1991-1993 Stilllegung eines Großteils der Tagebaue im mitteldeutschen Revier.
1992 Internationale Ausschreibung der MIBRAG AG durch die Treuhandanstalt.
1993

Mai
Sitzung des Braunkohlenausschusses und Festlegung der zukünftigen Planung für die Tagebaue im Süden Leipzigs.
Inbetriebnahme Staubfabrik Deuben.

Sept.-Dez.
In Anwendung des "Gesetzes über die Spaltung der von der Treunhandanstalt verwalteten Unternehmen unter Auflösung ohne Abwicklung" erfolgt die gesellschaftsrechtliche Neuordnung der MIBRAG AG in MIBRAG mbH, ROMONTA GmbH und MBV.

1994

ROMONTA MIBRAG

Aufnahme der Geschäftstätigkeit der Unternehmen MIBRAG mbH, ROMONTA GmbH und MBV mbH.

Privatisierung der Mitteldeutschen Braunkohlengesellschaft mbH (MIBRAG) mit den Tagebauen Vereinigtes Schleenhain und Profen,
dem gepachteten Tagebau Zwenkau sowie den drei Industriekraftwerken,
der Staubfabrik und den zwei Brikettfabriken.

Abschluss der ersten gemeinsamen Umsiedlung in Mitteldeutschland:
40 Schwerzauer Bürger beziehen in der Nachbargemeinde Draschwitz ihr neues Zuhause.

Inbetriebnahme des auf zirkulierender Wirbelschicht arbeitenden Industriekraftwerkes Wählitz.

Privatisierung der ROMONTA GmbH, neuer Eigentümer ist eine Holding GbR aus Baden-Württemberg. In den Jahren 1993 bis 1997 werden die Anlagen am Standort Amsdorf mit einem Aufwand von über 200 Mio. DM modernisiert und dem Stand der Technik angepasst.

Zusammenfassung des Auslauf- und Altbergbaus in der Mitteldeutschen Bergbauverwaltungsgesellschaft mbH (MBV).

Gründung der LMBV als Tochtergesellschaft der BMGB (Beteiligungs-Management-Gesellschaft Berlin), einer Nachfolgegesellschaft der Treuhandanstalt.

1995

MIBRAG und Kraftwerksbetreiber vereinbaren die jährliche Lieferung von mindestens zehn Millionen Tonnen Braunkohle für eine Laufzeit von 40 Jahren für das geplante Kraftwerk in Lippendorf.

Inbetriebnahme des Kohlenmisch- und Stapelplatzes Profen.

Verschmelzung der LBV und der MBV auf die LMBV.LMBV

1996 Beginn der Rohkohlenlieferung aus dem Tagebau Profen für das neue Braunkohlenkraftwerk Schkopau. Inbetriebnahme der Rauchgasentschwefelungsanlagen in den Industriekraftwerken Deuben und Mumsdorf.
1997 Vergabe der Investitionsaufträge für die Umrüstung des Tagebaus Vereinigtes Schleenhain an Firmen der Region.
1998

Abschluss der freiwilligen und vorzeitigen Umsiedlung von 850 Einwohnern der Gemeinde Großgrimma in die Stadt Hohenmölsen.

Gründung der „Kulturstiftung Hohenmölsen“, in der die Gemeinde Großgrimma, die aufgrund der Braunkohlentagebauerweiterung Profen freiwillig, vorzeitig und geschlossen nach Hohenmölsen umgesiedelt ist, als Stiftungsgeber fortleben soll.

„Wasser marsch!“ für die Flutung des Cospudener Sees im Südraum Leipzig mit MIBRAG-Wasser aus den Tagebauen.

1999

Lieferung der ersten Rohkohle aus dem Tagebau Vereinigtes Schleenhain an das Kraftwerk Lippendorf.

Tagebau Zwenkau stellt seinen Betrieb ein.

Im Ergebnis neuer Überlegungen zur notwendigen Diversifizierung infolge der Liberalisierung der Elektroenergiemärkte und in Ausnutzung von Synergiepotenzialen nehmen in der ROMONTA GmbH sechs Tochter- und Beteiligungsgesellschaften ihre Tätigkeit auf.

2000 Einstellen der Brikettproduktion in der Brikettfabrik Mumsdorf.
2001

Rekord auf dem Gebiet der Arbeitssicherheit mit zwei Millionen unfallfreien Arbeitsstunden. Regelung der betrieblichen Altersversorgung im Rahmen der Gewinnbeteiligung der Mitarbeiter sowie Einführung eines erfolgsabhängigen Bonussystems zur Erhöhung der Arbeitssicherheit und zur weiteren Unfallverhütung in Betriebsvereinbarungen.

Erfolgreicher Abschluss der Zweitprivatisierung des ROMONTA-Unternehmens mit einem MBO-Team aus Führungskräften der ROMONTA. Gründung der ROMONTA Verwaltungs- und Vertriebs GmbH & Co. KG.

2002 Erstmals Übernahme von Jungfacharbeitern nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung in unbefristete Beschäftigungsverhältnisse.
2003 Flutung des Störmthaler Sees im Südraum Leipzig mit MIBRAG-Wasser.
2004 Aufschluss des Baufeldes Schwerzau im Tagebau Profen beginnt. MIBRAG erlangt nach der Verabschiedung des neuen Heuersdorf-Gesetzes im Sächsischen Landtag mit der Regelung der Inanspruchnahme der Ortslage Heuersdorf südlich von Leipzig Planungs-, Rechts- und Investitionssicherheit.
2005

Erster Spatenstich für das neue Wohngebiet der Heuersdorfer „Am Wäldchen“ in Regis-Breitingen. Inbetriebnahme des ersten Bauabschnitts des neuen Massenverteilers im Tagebau Profen.

Die neugegründete ROMONTA Bergwerks Holding AG zeichnet für die Tätigkeitsfelder Marketing/Vertrieb, Forschung und Entwicklung sowie Rechnungswesen/Controlling verantwortlich im Rahmen des ROMONTA Unternehmensverbundes.
Im Kraftwerksbereich nimmt der neuerrichtete DE 5 mit einem Input von heizwertreichen Fraktionen aus aufbereiteten Haus- und Gewerbemüll den Regelbetrieb auf.

2006

Beginn der Braunkohlenförderung im Abbaufeld Schwerzau des Tagebaus Profen.

MIBRAG startet die Erkundung der Braunkohlenlagerstätte bei Lützen (Burgenlandkreis, Sachsen-Anhalt).

Der 100. Auszubildende seit Gründung der ROMONTA GmbH beginnt seine Lehrausbildung im Unternehmen.

2007 Transport der Emmaus-Kirche von Heuersdorf nach Borna und anschließende Sanierung des Gotteshauses.
2008

Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt und MIBRAG präsentieren den bei Grabungen im Tagebauvorfeld entdeckten Goldschatz von Profen.

Unterzeichnung des Liefervertrages von jährlich etwa 1,3 Millionen Tonnen Rohbraunkohle aus dem Tagebau Profen an die Stadtwerke Chemnitz (2010 bis 2019).

2009

Verkauf der MIBRAG-Anteile an das tschechische Konsortium MIBRAG
aus der CEZ-Gruppe und der J&T-Gruppe.

Der zum DE 5 baugleiche Dampferzeuger 6 wird im Kraftwerk der ROMONTA GmbH in Betrieb genommen.

2010

Das mit 12 weiteren Partnern der Region erarbeitete Innovationskonzept - ibi - "Innovative Braunkohlen-Integration Mitteldeutschland" wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung bestätigt. ROMONTA und MIBRAG sind seit 2008 Gründungsmitglieder von ibi.

Inbetriebnahme der Grubenwasserreinigungsanlage im Tagebau Vereinigtes Schleenhain.

2012

Das tschechische Energieunternehmen ČEZ verkauft seine Anteile an MIBRAG der EP Energy, a.s. (EP Energy ist ein Tochterunternehmen der EPH – Energetický a průmyslový holding, a.s.). EP Energy ist damit 100-prozentiger Eigentümer von MIBRAG.

Der auf ehemaligem Tagebaugelände der ROMONTA GmbH errichtete GERO Solarpark mit einer Leistung von 28,3 MWpeak nimmt den Regelbetrieb auf einer Fläche von über 55 ha auf.

Beginn der Aufschlussarbeiten für das Baufeld "Kupferhammer" im Tagebau Amsdorf der ROMONTA GmbH.

2013 Feierliche Eröffnung des neuen Ausbildungszentrums am Standort Profen.
Planmäßige Stilllegung des Kraftwerkes Mumsdorf.
2014 MIBRAG übernimmt von E.ON SE die Helmstedter Revier GmbH.
Start des 1. Abraumschnittes im Abbaufeld Peres des Tagebaus Vereinigtes Schleenhain.
2015 Baustart zur Erweiterung der Hauptwasserhaltung Predel um eine Grubenwasserreinigungsanlage: MIBRAG realisiert eines der umfangreichsten Umweltschutzprojekte für den Tagebau Profen. Die Kosten für das Gesamtprojekt werden etwa 27 Millionen Euro betragen. 2017 soll die Anlage in Betrieb gehen und das klare Wasser in die Weiße Elster ableiten.
2016

Mit der Errichtung eines neuen Massenverteilers im Tagebau Vereinigtes Schleenhain setzt MIBRAG eines ihrer größten Investitionsobjekte in der mitteldeutschen Region um. Der Massenverteiler ist Teil des schrittweisen Übergangs in das neue Abbaufeld Peres. Insgesamt werden für den Aufschluss etwa 150 Millionen Euro aufgewendet.

Im Oktober wird das Kraftwerk Buschhaus der Helmstedter Revier GmbH aufgrund des Beschlusses der Bundesregierung zum neuen Energiewirtschaftsgesetz für vier Jahre in die Sicherheitsbereitschaft überführt.