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Lausitzer Braunkohlenrevier 1990 – 2016

Lausitzer Braunkohlenrevier 1990 – 2016
1990

Gründung der Lausitzer Braunkohle AG als Folgebetrieb ESPAG
des Braunkohlenkombinats Senftenberg. Gründung
der Energiewerke Schwarze Pumpe AG (ESPAG), vormals
Gaskombinat Schwarze Pumpe (Stammbetrieb).

Der Betrieb Braunkohlenveredlung Lauchhammer des Gaskombinates Schwarze Pumpe wird in die Braunkohlenveredlung GmbH Lauchhammer (BVL GmbH) umgewandelt.

1993

Verschmelzung von LAUBAG und ESPAG zur Lausitzer LAUBAG
Braunkohle Aktiengesellschaft (LAUBAG). Baubeginn für
das 2 x 800-MW-Braunkohlenkraftwerk Schwarze Pumpe.

1994

Abschluss des strukturellen Anpassungsprozesses im LMBV
Lausitzer Revier mit der Spaltung der LAUBAG in die
Lausitzer Braunkohle Aktiengesellschaft und in die Lausitzer
Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH.

Gründung der LMBV als Tochtergesellschaft der BMGB (Beteiligungs-Management-Gesellschaft Berlin), einer Nachfolgegesellschaft der Treuhandanstalt. Grundsteinlegung für den ersten 900-MW-Braunkohlenkraftwerksblock in Boxberg.

Eröffnung des Lausitzer Bergbaumuseums in der ehemaligen Brikettfabrik Knappenrode. Nahe der Ortslage Drebkau beginnen die Erschließungsarbeiten für Ansiedlungen im neuen Kausche.

1995 Verschmelzung der LBV und der MBV auf die LMBV. Erstmals wird im Tagebau Welzow-Süd ein Eimerkettenbagger auf Direktantrieb umgestellt. Zeitgleich erfolgt die Inbetriebnahme eines neuen Zentralleitstandes im Tagebau Welzow-Süd.
1996 Abschluss der Ertüchtigungs- und Nachrüstungsmaßnahmen für die acht 500-MW-Braunkohlenblöcke in den Kraftwerken Jänschwalde und Boxberg. Abschluss der ersten gemeinsamen Umsiedlung im Lausitzer Revier in Kausche.
1997 Inbetriebnahme des neuen Zentralstellwerks für den Eisenbahnbetrieb im Lausitzer Revier in Schwarze Pumpe. Verabschiedung des Brandenburgischen Braunkohlengrundlagengesetzes durch den Landtag.
1998 Offizielle Inbetriebnahme des neuen 2x800-MW-Braunkohlenkraftwerks in Schwarze Pumpe.
1999 Inbetriebnahme der Wirbelschichtbraunkohlenverladung und der Braunkohlenstaubmahlanlage in Schwarze Pumpe. Beginn der Umsiedlung Geisendorf.
2000 Offizielle Inbetriebnahme des 900-MW-Braunkohlenblocks im Kraftwerk Boxberg.
2001 Abschluss der Umsiedlung des Ortes Geisendorf.
2002

Aus den Unternehmen Bewag Aktiengesellschaft (Bewag), VEAG Vattenfall
Hamburgische Electricitätswerke AG (HEW), Lausitzer
Braunkohle AG (LAUBAG) und VEAG Vereinigte
Energiewerke AG (VEAG) wird das neue Unternehmen Vattenfall
Europe AG als Tochter der Vattenfall AB, Stockholm, gebildet.

Die zuvor aus der VEAG ausgegründete Kraftwerkssparte heißt jetzt Vattenfall Europe Generation AG & Co. KG.

2003

Aus der Lausitzer Braunkohle Aktiengesellschaft (LAUBAG) wird die Vattenfall Europe Mining AG, Bildung der Geschäftseinheit Vattenfall Europe Mining & Generation.

Einweihung der Kirche im neuen Horno – Symbolischer Abschluss der Umsiedlung von Horno.

Eröffnung des Findlingsparks Nochten.

2004

Eröffnung der neuen gemeinsamen Verwaltungen der Vattenfall Europe Mining AG und der Vattenfall Europe Generation AG & Co. KG in Cottbus.

Gründung der „Stiftung Lausitzer Braunkohle“.

2005 Vattenfall Europe beginnt mit den Planungen für einen neuen Braunkohlenblock am sächsischen Kraftwerksstandort Boxberg. Seit 50 Jahren ist Schwarze Pumpe der Begriff für Braunkohlenveredlung und Stromerzeugung in Ostdeutschland. Seit der Wiedervereinigung hat sich der Standort zu einem modernen und multifunktionalen Industriepark entwickelt.
2006

Am Standort Schwarze Pumpe erfolgt der symbolische Spatenstich für den Bau einer Pilotanlage zur Entwicklung eines CO2-emissionsarmen Braunkohlenkraftwerks.

Vattenfall erhält die Genehmigung für die Errichtung und den Betrieb eines 675-MW-Neubaublocks in Boxberg.

Abschluss der Umsiedlung des Ortes Haidemühl.

2007

Grundsteinlegung für den neuen Kraftwerksblock am Standort Boxberg (BoxR).

Fertigstellung Dichtwand Tagebau Cottbus-Nord.

Beginn der Spreeauenrenaturierung bei Cottbus als Ausgleichsmaßnahme für die Inanspruchnahme der Lakomaer Teiche.

Die Landesregierung Brandenburg und Vattenfall informieren über die Zukunft der brandenburgischen Braunkohlenwirtschaft. Das Konzept von Vattenfall beinhaltet die Nutzung der Braunkohle aus den drei Zukunftsfeldern Jänschwalde-Nord, Bagenz-Ost und Spremberg-Ost.

Der Aufstellungsbeschluss zur Teilfortschreibung des Braunkohlenplanes Nochten für das Vorranggebiet Nochten wird gefasst.

Das Braunkohlenplanverfahren zur Nutzung des Räumlichen Teilabschnittes II, Tagebau Welzow-Süd, wird eröffnet.

2008

Die brandenburgische Landesregierung verabschiedet die „Energiestrategie 2020“. Darin enthalten sind die langfristige Braunkohlennutzung für die Stromerzeugung in den Bereichen Tagebau Welzow-Süd, Räumlicher Teilabschnitt II, sowie für den schrittweisen Aufschluss der drei Zukunftsfelder Jänschwalde-Nord, Bagenz-Ost und Spremberg-Ost.

Inbetriebnahme der weltweit ersten Pilotanlage für ein Kohlenkraftwerk mit CO2-Abscheidung in Schwarze Pumpe.

2009 Das Brandenburger Volksbegehren „Keine neuen Tagebaue“ scheitert.
2010

Beginn der Errichtung von Dichtwänden – Tagebau Reichwalde und Welzow-Süd.

Inbetriebnahme Tagebau Reichwalde – F60 im April und Kohlenförderung im Dezember 2010.

2011

Das Projekt „greenMission“ der Vattenfall-Tochter GMB GmbH untersucht in Senftenberg Potenziale von Mikroalgen.

Um dem Tagebau Reichwalde und dem Kraftwerk Boxberg einen planmäßigen Betrieb zu sichern, beginnen die Arbeiten zur Umverlegung des Flusslaufes Weißer Schöps.

Im Tagebau Jänschwalde starten Bauarbeiten zur Flussrückverlegung Malxe.

2012

Inbetriebnahme Kraftwerk Boxberg Block R in Anwesenheit des sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich (Erfolgreiche erste Netzschaltung des 675-MW-Blocks am 16.02.2012).

Ende des vierjährigen Versuchsbetriebes der DDWT-Anlage in Schwarze Pumpe und Überführung in das künftige Betriebskonzept mit einem deutlichen Fokus auf die kommerzielle Erzeugung von Trockenbraunkohle.

Umsetzung der Förderbrücke F60 im Tagebau Welzow-Süd in das Südfeld.

2013

Das E-Mobility-Projekt e-SolCar wird für die touristische Nutzung der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Abschluss der Renaturierung der Spreeaue bei Cottbus.
2014

Abschluss der Arbeiten zur Umverlegung des Weißen Schöps am Tagebau Reichwalde.

Die Tests an der CCS-Pilotanlage Schwarze Pumpe werden nach fünf Jahren abgeschlossen. Die Erkenntnisse über das erforschte Oxyfuel-Verfahren fließen in das kanadische CCS-Projekt BoundaryDam von SaskPower ein.

Die Braunkohlenpläne für die Tagebaue Welzow-Süd, räumlicher Teilabschnitt II und Nochten, Abbaugebiet 2 werden durch die Landesregierungen Brandenburg bzw. Sachsen genehmigt.

Abschluss des E-Mobility-Projektes e-SolCar: Fahrzeuge und Ladeinfrastrukturen werden teilweise in das Folgeprojekt Smart Capital Region überführt.

Inbetriebnahme der Demonstrationsanlage zur Zünd- und Stützfeuerung mit Trockenbraunkohle im Kraftwerk Jänschwalde – ein Meilenstein zur weiteren Flexibilisierung der Braunkohlekraftwerke.

Einreichung des Rahmenbetriebsplans für die Tagebauweiterführung  Nochten, Abbaugebiet 2, beim Sächsischen Oberbergamt.

2015

Erste Weinernte auf dem Wolkenberg im Rekultivierungsgebiet des Tagebaues Welzow-Süd.

Planmäßige Beendigung der Kohleförderung im Tagebau Cottbus-Nord und Beginn der Gestaltung des Cottbuser Ostsees zum größten Bergbaufolgesee Deutschlands.

2016

Verjüngungskur an der Förderbrücke Nochten: ESPAG
Wechsel der Großen Schwinge und des Rollentisches.

Eigentümerwechsel der Braunkohlensparte von Vattenfall zu den tschechischen Unternehmen EPH und PPF Investments:
Aus Vattenfall Europe Mining AG und Vattenfall Europe Generation AG werden am 12. Oktober Lausitz Energie Bergbau AG und Lausitz Energie Kraftwerke AG. Gemeinsame Dachmarke ist LEAG.