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Rheinisches Braunkohlenrevier 1978 – 2017

Rheinisches Braunkohlenrevier 1978 – 2017
1978

Aufschluss des Tagebaus Hambach; erster 240 000er Bagger; Beginn der Aufschüttung der Außenkippe Sophienhöhe.

1985

Inbetriebnahme der Hochtemperatur-Winkler-Demonstrationsanlage zur Vergasung von Braunkohle in Hürth-Berrenrath.

1987

Inbetriebnahme der ersten Rauchgas-Entschwefelungsanlage.

Rheinbraun

1989

Januar
Die Rheinbraun-Tochter Union Rheinische Braunkohlen Kraftstoff AG (UK), Wesseling, wird von RWE mit der im Vorjahr erworbenen Deutschen Texaco zur DEA Mineraloel AG verschmolzen.

1990

April
Gründung der gemeinnützigen „Stiftung zur Förderung der Archäologie im rheinischen Braunkohlenrevier“ zur Förderung der Bodendenkmalpflege.

1992

Oktober
Auf dem Gelände der Fabrik Frechen wird eine Demonstrationsanlage zur Wirbelschichttrocknung von Braunkohle mit interner Abwärmenutzung (WTA), einem von Rheinbraun entwickelten Verfahren, feierlich in Betrieb genommen.

1994

Oktober
Rheinbraun und RWE Energie vereinbaren mit der NRW-Landesregierung ein 20-Milliarden-DM-Programm zur klimafreundlichen Modernisierung der rheinischen Braunkohlenkraftwerke.

1995

März
Von der Landesplanungsbehörde wird die Genehmigung des Braunkohlenplans Garzweiler II erteilt.

1996

Mai
Beschluss des Vorstands der RWE Energie AG zum Bau des ersten Braunkohlenkraftwerks mit optimierter Anlagentechnik (BoA) in Bergheim-Niederaußem.

1997

Dezember
Das Bergamt Düren erteilt der Rheinbraun AG die Zulassung für den Rahmenbetriebsplan des Tagebaus Garzweiler I/II für den Zeitraum 2001 bis 2045.

1998

August
Baubeginn für das erste Braunkohlenkraftwerk mit optimierter Anlagentechnik (BoA) am Standort Niederaußem der RWE Energie.

RWE Rheinbraun

Oktober
Das Landesoberbergamt erteilt der Rheinbraun AG die wasserrechtliche Genehmigung zur Sümpfung für den geplanten Anschlusstagebau Garzweiler II.

2000

April
Integration der Braunkohlenkraftwerke der RWE Energie AG in die Rheinbraun Verstromungs AG; damit sind erstmals bei RWE Braunkohlengewinnung und -verstromung unter einem Unternehmensdach vereinigt; ab 1. Oktober firmiert das Unternehmen unter RWE Rheinbraun AG, Köln.

RWE

2001

Juni
RWE Energie und RWE Rheinbraun geben ihre Mehrheitsbeteiligung an der Lausitzer Braunkohle AG (Laubag), Senftenberg, infolge der Kartellamtsauflagen für die Fusion von RWE und VEW an die HEW ab. Ebenso gibt der RWE-Konzern seine Beteiligung an der ostdeutschen Braunkohlenverstromungsgesellschaft VEAG Vereinigte Energiewerke AG an das Hamburger Unternehmen ab.

2002

Juni
Beschluss des RWE-Rheinbraun-Vorstands zum Bau eines weiteren Braunkohlenkraftwerks mit optimierter Anlagentechnik (BoA) im rheinischen Braunkohlenrevier, vorzugsweise am Standort Neurath.

September
Festakt zur Vorstellung des ersten Braunkohlenkraftwerks mit optimierter Anlagentechnik (BoA) als Block K des Kraftwerks Niederaußem.

2003

Oktober
Zusammenfassung der kontinentaleuropäischen Stromerzeugungsaktivitäten im RWE-Konzern durch die Integration der RWE Power AG (Kernkraft, Steinkohle, Erdgas, Erneuerbare) in die RWE Rheinbraun AG. Sitz der „neuen“ RWE Power AG sind Essen und Köln.

2004

April
Der Markenname der rheinischen Briketts, „Union“, wird 100 Jahre alt. Er wird wenig später in „Heizprofi“ geändert.

Mai
Die RWE Power AG stellt den Genehmigungsantrag für die Errichtung eines zweiten Braunkohlenkraftwerks mit optimierter Anlagentechnik (BoA) am Standort Neurath.

2005

September
Wegen des Tagebaus Inden wird der Fluss Inde in ein zwölf Kilometer langes und durch die Rekultivierung führendes Bett umgeleitet.

2006

Juni
Nach über 20 Jahren Planung und Genehmigung beginnt der nahtlose Übergang des Tagebaus Garzweiler I in das Anschlussfeld Garzweiler II.

August
Im Zuge der Umsetzung des Kraftwerkserneuerungsprogramms legt Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel den Grundstein für den Bau des Braunkohlenkraftwerks BoA 2 & 3 am Standort Grevenbroich-Neurath.

2007

August
Der Tagebau Garzweiler feiert 100 Jahre Braunkohlengewinnung im Norden des rheinischen Reviers.

2008

August
Bei der Grundsteinlegung für ein Kraftwerk in Hamm wird Hürth-Knapsack als Standort des geplanten IGCC-CCS-Kraftwerks von RWE verkündet.

voRWEggehen

September
Mit dem ersten Spatenstich beginnen die Baumaßnahmen zur Verlegung der Autobahn 4 im Vorfeld des Tagebaus Hambach. Parallel und zeitgleich wird die „Hambachbahn“ genannte Werksbahn verlegt.

November
An der Fabrik Fortuna-Nord in Niederaußem wird zur Steigerung der Produktion von Braunkohlenstaub um ein Viertel auf rund drei Millionen Jahrestonnen eine Walzenschüsselmühle in Betrieb genommen.

Dezember
Eine Algenzuchtanlage zur CO2-Umwandlung wird im Innovationszentrum Kohle in Niederaußem in Betrieb genommen. Dort binden Meeresalten CO2 aus dem Rauchgas der benachbarten BoA 1 in ihre Biomasse ein.

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2009

Februar
Im Innovationszentrum Kohle am Kraftwerksstandort Niederaußem geht eine Prototypanlage zur Vortrocknung von Braunkohle nach dem WTA-Verfahren offiziell in Betrieb. Die Technologie ist eine entscheidende Komponente für das geplante Trockenbraunkohlenkraftwerk, den noch effizienteren BoA-Nachfolger.

Juli
Eine Versuchsanlage zur optimierten Rauchgasreinigung (REAplus) nimmt in Niederaußem die Arbeit auf.

August
Deutschlands erste Pilotanlage zur CO2-Rauchgasreinigung wird in Niederaußem offiziell in Dienst gestellt.

Sommer
Mit dem Transport des letzten Absetzers aus dem ehemaligen Tagebau Bergheim zum Tagebau Hambach endet nicht nur ein Kapitel der regionalen Bergbaugeschichte, sondern auch eine Serie spektakulärer Großgerätetransporte zwischen den Tagebauen (z. B. 1982, 1991, 1999, 2001, 2004).

2010

Februar
Inbetriebnahme eines neuen Kraftwerkssimulators im Ausbildungszentrum Niederaußem für die aktuelle Generation deutscher Braunkohlenkraftwerke.

Juni
Inbetriebnahme einer Testanlage zur Herstellung von Polyurethan aus abgeschiedenem CO2 des Kraftwerks Niederaußem. Träger des Projekts ist eine Arbeitsgemeinschaft aus RWTH Aachen, Unternehmen des Bayer-Konzerns und RWE Power.

2012

Juli
An der Fabrik Ville/Berrenrath wird zur Steigerung der Produktion von Braunkohlenstaub eine Walzenschüsselmühle in Betrieb genommen.

August
Inbetriebnahme von zwei Braunkohlen-Kraftwerksblöcken mit optimierter Anlagentechnik (BoA 2 & 3) am Standort Neurath mit einer Leistung von jeweils 1.050 MW und einem Investitionsvolumen von insgesamt 2,6 Mrd. €.

2013

Januar
Die RWE Power kommt unter das Dach der neugegründeten RWE RWE
Generation SE, wo die westeuropäischen konventionellen Kraftwerke von RWE gebündelt werden.

August
RWE nimmt unter anderem die beiden Vorschalt-Gasturbinen am Kraftwerk Weisweiler auf Dauer vom Netz.

2014

Januar
Der Tagebau Hambach stellt einen freigelegten Stollen der in den 50er Jahren geschlossenen Versuchsschachtanlage Union 103 vor.

März
Die NRW-Landesregierung kündigt überraschend eine Verkleinerung des genehmigten Abbaufelds Garzweiler II an.

Mai
Die verlegte Trasse der Hambachbahn wird offiziell in Betrieb genommen.

August
RWE kündigt u.a. das Ende der Stromerzeugung am 100 Jahre alten Standort Goldenberg an.

2015

April
Großdemonstration in Berlin gegen die Einführung des Klimabeitrags

August
Demonstration im Rahmen des Klimacamps – 800 Demonstranten dringen widerrechtlich in Tagebau ein

September
Landesregierung legt Entwurf der Leitentscheidung Garzweiler

November
Braunkohlenausschuss beschließt 3. Umsiedlungsabschnitt Garzweiler

2016

Januar
Innovationsregion Rheinisches Revier beschließt Programm zur Strukturentwicklung des Braunkohlenreviers

April
RWE organisiert sich neu – RWE International SE geht an den Start (01.07. Bekanntgabe des neuen Namens (innogy); 01.09. offizieller Start der innogy)

Juli
Landeskabinett NRW beschließt Leitentscheidung Garzweiler und bestätigt energiewirtschaftliche Notwendigkeit der Braunkohle
Gesetzgeber beschließt EnWG-Novelle und schreibt damit Sicherheitsbereitschaft für 2,7 GW Braunkohlenkraftwerke fest, davon 1,5 GW von RWE

2017

März
RWE legt neue Konzernstrategie „Zukunft.Sicher.Machen“ vor
Braunkohlenausschuss stellt fest, dass sich Grundannahmen des BKPl geändert haben (Energiewirtschaftliche Notwendigkeit) und beschließt Überarbeitung des Braunkohlenplans (Folge der Leitentscheidung Garzweiler)
Braunkohlenausschusses beschließt das  Beteiligungsverfahren  für  den  Braunkohlenplan  zur Rheinwassertransportleitung zu beginnen.

Oktober
Überführung der beiden 300 MW-Blöcke im Kraftwerk Frimmersdorf in die Sicherheitsbereitschaft