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Rheinisches Braunkohlenrevier 1978 – 2014

Rheinisches Braunkohlenrevier 1978 – 2014
1978 Aufschluss des Tagebaus Hambach; erster 240 000er Bagger; Beginn der Aufschüttung der Außenkippe Sophienhöhe.
1985 Inbetriebnahme der Hochtemperatur-Winkler-Demonstrationsanlage zur Vergasung von Braunkohle in Hürth-Berrenrath.
1987 Inbetriebnahme der ersten Rauchgas-Entschwefelungsanlage.Rheinbraun
Januar 1989 Die Rheinbraun-Tochter Union Rheinische Braunkohlen Kraftstoff AG (UK), Wesseling, wird von RWE mit der im Vorjahr erworbenen Deutschen Texaco zur DEA Mineraloel AG verschmolzen.
April 1990 Gründung der gemeinnützigen „Stiftung zur Förderung der Archäologie im rheinischen Braunkohlenrevier“ zur Förderung der Bodendenkmalpflege.
Oktober 1992 Auf dem Gelände der Fabrik Frechen wird eine Demonstrationsanlage zur Wirbelschichttrocknung von Braunkohle mit interner Abwärmenutzung (WTA), einem von Rheinbraun entwickelten Verfahren, feierlich in Betrieb genommen.
Oktober 1994 Rheinbraun und RWE Energie vereinbaren mit der NRW-Landesregierung ein 20-Milliarden-DM-Programm zur klimafreundlichen Modernisierung der rheinischen Braunkohlenkraftwerke.
März 1995 Von der Landesplanungsbehörde wird die Genehmigung des Braunkohlenplans Garzweiler II erteilt.
Mai 1996 Beschluss des Vorstands der RWE Energie AG zum Bau des ersten Braunkohlenkraftwerks mit optimierter Anlagentechnik (BoA) in Bergheim-Niederaußem.
Dezember 1997 Das Bergamt Düren erteilt der Rheinbraun AG die Zulassung für den Rahmenbetriebsplan des Tagebaus Garzweiler I/II für den Zeitraum 2001 bis 2045.

August 1998

Baubeginn für das erste Braunkohlenkraftwerk RWE Rheinbraun
mit optimierter Anlagentechnik (BoA)
am Standort Niederaußem der RWE Energie.

Oktober 1998 Das Landesoberbergamt erteilt der Rheinbraun AG die wasserrechtliche Genehmigung zur Sümpfung für den geplanten Anschlusstagebau Garzweiler II.
1. April 2000 Integration der Braunkohlenkraftwerke der RWE Energie AG in RWE
die Rheinbraun Verstromungs AG; damit sind erstmals bei
RWE Braunkohlengewinnung und -verstromung unter einem
Unternehmensdach vereinigt; ab 1. Oktober firmiert das Unternehmen
unter RWE Rheinbraun AG, Köln.
Juni 2001 RWE Energie und RWE Rheinbraun geben ihre Mehrheitsbeteiligung an der Lausitzer Braunkohle AG (Laubag), Senftenberg, infolge der Kartellamtsauflagen für die Fusion von RWE und VEW an die HEW ab. Ebenso gibt der RWE-Konzern seine Beteiligung an der ostdeutschen Braunkohlenverstromungsgesellschaft VEAG Vereinigte Energiewerke AG an das Hamburger Unternehmen ab.
Juni 2002 Beschluss des RWE-Rheinbraun-Vorstands zum Bau eines weiteren Braunkohlenkraftwerks mit optimierter Anlagentechnik (BoA) im rheinischen Braunkohlenrevier, vorzugsweise am Standort Neurath.
September 2002 Festakt zur Vorstellung des ersten Braunkohlenkraftwerks mit optimierter Anlagentechnik (BoA) als Block K des Kraftwerks Niederaußem.
Oktober 2003 Zusammenfassung der kontinentaleuropäischen Stromerzeugungsaktivitäten im RWE-Konzern durch die Integration der RWE Power AG (Kernkraft, Steinkohle, Erdgas, Erneuerbare) in die RWE Rheinbraun AG. Sitz der „neuen“ RWE Power AG sind Essen und Köln.
April 2004 Der Markenname der rheinischen Briketts, „Union“, wird 100 Jahre alt. Er wird wenig später in „Heizprofi“ geändert.
Mai 2004 Die RWE Power AG stellt den Genehmigungsantrag für die Errichtung eines zweiten Braunkohlenkraftwerks mit optimierter Anlagentechnik (BoA) am Standort Neurath.
September 2005 Wegen des Tagebaus Inden wird der Fluss Inde in ein zwölf Kilometer langes und durch die Rekultivierung führendes Bett umgeleitet.
Juni 2006 Nach über 20 Jahren Planung und Genehmigung beginnt der nahtlose Übergang des Tagebaus Garzweiler I in das Anschlussfeld Garzweiler II.
August 2006 Im Zuge der Umsetzung des Kraftwerkserneuerungsprogramms legt Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel den Grundstein für den Bau des Braunkohlenkraftwerks BoA 2 & 3 am Standort Grevenbroich-Neurath.
August 2007 Der Tagebau Garzweiler feiert 100 Jahre Braunkohlengewinnung im Norden des rheinischen Reviers.
August 2008 Bei der Grundsteinlegung für ein Kraftwerk in Hamm  voRWEggehen
wird Hürth-Knapsack als Standort des geplanten
IGCC-CCS-Kraftwerks von RWE verkündet.
September 2008 Mit dem ersten Spatenstich beginnen die Baumaßnahmen zur Verlegung der Autobahn 4 im Vorfeld des Tagebaus Hambach. Parallel und zeitgleich wird die „Hambachbahn“ genannte Werksbahn verlegt.
November 2008 An der Fabrik Fortuna-Nord in Niederaußem wird zur Steigerung der Produktion von Braunkohlenstaub um ein Viertel auf rund drei Millionen Jahrestonnen eine Walzenschüsselmühle in Betrieb genommen.
Dezember 2008 Eine Algenzuchtanlage zur CO2-Umwandlung wird im  Logo
Innovationszentrum Kohle in Niederaußem in Betrieb
genommen. Dort binden Meeresalgen CO2 aus dem
Rauchgas der benachbarten BoA 1 in ihre Biomasse ein.
Februar 2009 Im Innovationszentrum Kohle am Kraftwerksstandort Niederaußem geht eine Prototypanlage zur Vortrocknung von Braunkohle nach dem WTA-Verfahren offiziell in Betrieb. Die Technologie ist eine entscheidende Komponente für das geplante Trockenbraunkohlenkraftwerk, den noch effizienteren BoA-Nachfolger.
Juli 2009 Eine Versuchsanlage zur optimierten Rauchgasreinigung (REAplus) nimmt in Niederaußem die Arbeit auf.
August 2009 Deutschlands erste Pilotanlage zur CO2-Rauchgasreinigung wird in Niederaußem offiziell in Dienst gestellt.
Sommer 2009 Mit dem Transport des letzten Absetzers aus dem ehemaligen Tagebau Bergheim zum Tagebau Hambach endet nicht nur ein Kapitel der regionalen Bergbaugeschichte, sondern auch eine Serie spektakulärer Großgerätetransporte zwischen den Tagebauen (z. B. 1982, 1991, 1999, 2001, 2004).
Februar 2010 Inbetriebnahme eines neuen Kraftwerkssimulators im Ausbildungszentrum Niederaußem für die aktuelle Generation deutscher Braunkohlenkraftwerke.
Juni 2010 Inbetriebnahme einer Testanlage zur Herstellung von Polyurethan aus abgeschiedenem CO2 des Kraftwerks Niederaußem. Träger des Projekts ist eine Arbeitsgemeinschaft aus RWTH Aachen, Unternehmen des Bayer-Konzerns und RWE Power.
Juli 2012 An der Fabrik Ville/Berrenrath wird zur Steigerung der Produktion von Braunkohlenstaub eine Walzenschüsselmühle in Betrieb genommen.
August 2012

Inbetriebnahme von zwei Braunkohlen-Kraftwerksblöcken mit optimierter Anlagentechnik (BoA 2 & 3) am Standort Neurath mit einer Leistung von jeweils 1.050 MW und einem Investitionsvolumen von insgesamt 2,6 Mrd. €.

Januar 2013 Die RWE Power kommt unter das Dach der neugegründeten RWE RWE
Generation SE, wo die westeuropäischen konventionellen Kraftwerke von RWE gebündelt werden.
August 2013 RWE nimmt unter anderem die beiden Vorschalt-Gasturbinen am Kraftwerk Weisweiler auf Dauer vom Netz.
Januar 2014 Der Tagebau Hambach stellt einen freigelegten Stollen der in den 50er Jahren geschlossenen Versuchsschachtanlage Union 103 vor.
März 2014 Die NRW-Landesregierung kündigt überraschend eine Verkleinerung des genehmigten Abbaufelds Garzweiler II an.
Mai 2014 Die verlegte Trasse der Hambachbahn wird offiziell in Betrieb genommen.
August 2014 RWE kündigt u.a. das Ende der Stromerzeugung am 100 Jahre alten Standort Goldenberg an.